09.08.2007

In Autofokusobjektiven setzt sich immer mehr der Antrieb durch Ultraschallmotoren durch. Diese Motoren sind in die Objektive eingebaut und werden von der Kamera mit Strom versorgt und gesteuert. Der Vorteil gegenüber Motoren in der Kamera ist, dass die Motoren sehr viel leiser sind. Wenn man den Motor im Kameragehäuse gewohnt ist, wundert man sich anfangs, dass das Objektiv schon scharf gestellt hat, weil man nichts gehört hat und das schnelle Scharfstellen im Sucher übersehen hat.

Wie bei vielen Technologien geben sich die Hersteller keine Mühe, zu einheitlichen Bezeichnungen für Ultraschallmotoren zu kommen. Die Hersteller mögen das Prinzip zwar alle etwas varieren, aber im Grunde bleibt es die gleiche Technik. Der Artikel Ultrasonic motor in der englischen Wikipedia hilft weiter, wenn man die passende Herstellerbezeichnung für Ultraschallmotoren sucht:

  • Canon - USM, UltraSonic Motor
  • Nikon - SWM, Silent Wave Motor
  • Minolta, Sony - SSM, SuperSonic Motor
  • Pentax - SDM, Sonic Direct-drive Motor
  • Sigma HSM, HyperSonic Motor
  • Olympus SWD, Supersonic Wave Drive

Canon hat die Umstellung auf Ultraschallmotren schon sehr früh begonnen. Wenn ich mich richtig erinnere, hat Canon schon vor über zehn Jahren den Bruch mit den Motoren im Kameragehäuse gemacht. Nikon ist gerade dabei, nach und nach die Objektive umzustellen. Die ersten Kameras ohne AF-Motor im Kameragehäuse sind die Nikon D40 und Nikon D40x. An diesen Kamera können nur Objektive verwendet werden, die eines der obigen Kürzel, also SWM oder HSM, tragen. Unter Nikonnutzern ist dieser Schritt umstritten, aber auf Dauer sind die Objektive mit der leisen Scharfstellung nicht mehr aufzuhalten. Durch den Verzicht auf den Motor im Gehäuse lassen sich leichtere und preiswertere Kameras bauen.

Wer sich einmal sehen möchte wie ein Ultraschallmotor aufgebaut ist dem sei folgender Link aus dem oben zitierten Wikipediaartikel empfohlen: Disassembly of a Canon EF lens, revealing an ultrasonic motor, der die Demontage eines Canonobjektives fotografisch festhält. Besser nicht mit Objektiven nachmachen, die man noch benutzen möchte. Undecided

Technorati-Tags: , ,

22.07.2007
Adobe Camera Raw Plugin 4.1
Ende Mai ist ein Update des Adobe Raw Plugins für Adobe Photoshop und Adobe Photoshop Elements erschienen. Die Version 4.1 bietet zahlreiche Verbesserungen und Erweiterungen, so dass sich das Update für RAW-Fans auf jeden Fall lohnt.

Die Version 4.1 ist auf der englischen Supportseite von Adobe erhältlich: Adobe Camera Raw and DNG Converter for Windows. Man kann das Plugin entweder alleine oder mit dem Adobe DNG Konverter erhalten. Der Adobe DNG Konverter lohnt sich, wenn man ganze Verzeichnisse bequem ins DNG Format umwandeln möchte, ansonsten reicht auch der Download des Plugins: Camera Raw 4.1 update.

Um Problemen beim Update aus dem Weg zu gehen, sollte man zuerst ein Backup des alten Plugins anlegen. Nachdem man Photoshop bzw. Photoshop Elements geschlossen hat, wechselt man in das Programmverzeichnis, das unter Programme / Adobe / Photoshop ... zu finden ist. Im Unterorder Plug-Ins/File Formats befindet sich die alte Version des Plugins mit dem Namen Camera Raw.8bi. Diese Datei verschiebt man nun in einen beliebigen Ordner außerhalb des Programmordners, z.B. auf den Desktop in einen Ordner Backup. Jetzt kann man die neue Version des Plugins, die denselben Namen trägt in den Ordner Plug-Ins/File Formats verschieben. Nach dem Neustart von Photoshop (Elements) steht jetzt das Plugin zur Verfügung.

Das Adobe Camera Raw plugin bietet in der Version 4.1 ein ähnliches Bedienkonzept wie Adobe Lightroom. Mit Fülllicht und Reperatur lassen sich einfach unter- und überbelichte Bildteile wiederherstellen (bei starken Korrekturen muss allerdings der Kontrast anschließend wieder erhöht werden). Mit Dynamik lassen sich gezielt entsättigte oder übersättigte Bereiche korrigieren. Auch die Schärfekorekturen sind sehr genau justierbar. Die Einstellungen werden in einer XMP-Datei gespeichert und stehen damit langfristig zur Verfügung. Beim Eportieren in das DNG Format werden diese Werte in die Datei übernommen.

Alle Änderungen, die auf der Pluginoberfläche vorgenommen werden, sind nicht-destruktiv, ändern also nichts an der Bilddatei. Im Vergleich zu Lightroom fehlen einige Möglichkeiten der nicht-destruktiven Bildbearbeitung, wie z.B. das Beschneiden und Drehen des Bildes. Auch die einfache Entfernung von Sensorflecken und die Korrektur der Gradationskurven sind nicht vorhanden. Diese Korrekturen müssen in Photoshop vorgenommen werden und das Ergebnis muss als neues Bild gespeichert werden.

Besitzer von Adobe Photoshop und Adobe Photoshop Elements kommen aber mit dem neuen Plugin sehr nah an den Komfort von Adobe Lightroom heran.

Technorati-Tags: ,

02.06.2007

Wer denkt schon daran seine Digitalkamera auf Sommerzeit umzustellen. Eigentlich wollte ich nur mal nachschauen, wann wir zu einem Ausflug aufgebrochen waren und habe mir die EXIF-Daten der ersten Aufnahme angeschaut. Als ich mir die Daten der letzten Aufnahme anschaute, wunderte ich mich über die Uhrzeit. Einfache Erklärung: die stand noch auf Sommerzeit.

Überlegt man sich die Sache etwas genauer, ist die Uhrzeit der Kamera, die bei der Aufnahme in den EXIF-Daten gespeichert wird, relativ wertlos. Ohne eine Angabe der Zeitzone, in der man sich befindet, ist eine Zeitangabe relativ wertlos. In Digitalkameras wird zwar die Sprache eingestellt, aber die gilt ohnehin nur fürs Menü und trifft keine Aussage über den Ort, an dem die Aufnahme gemacht wurde. Um eine genaue Zeitangabe zu ermöglichen, müsste die Kamera die Uhrzeit und die Zeitzone in die EXIF-Daten schreiben.

Jetzt kommen wir zu meiner Traumkamera: ein eingebauter GPS-Empfänger ermittelt den Ort an die Aufnahme gemacht wird und schreibt diese Daten in die Bilddatei. Enthält das GPS-Signal eigentlich eine Uhrzeit? Wenn ja, könnte man sie gleich verwenden. Sonst bräuchte die Kamera noch eine eingebaute Funkuhr,  damit die Uhrzeit genau ist. Natürlich lässt sich auch alles manuell einstellen, wenn mal kein GPS- und Zeitsignal zur Verfügung steht, aber ansonsten funktioniert alles automatisch. Smile

Meine Kamera habe ich übrigens auf Sommerzeit eingestellt, aber dabei habe ich leider das Jahr 2007 auf 2005 zurückgestellt. Darüber habe ich mich dann bei den nächsten Aufnahmen gewundert. Aber beim nächsten Versuch klappt es bestimmt. Cool

Technorati-Tags:

Adobe Akku Canon DSLR FISHER Flickr Fotobuch Fotobuchverlag Fujifilm HDR Irfan%20View KONICA Kodak MINOLTA NIKON Nikon Olympus PENTAX Panasonic Photokina RAW SANYO Sommerzeit Sony Ultrschallmotor XnView